Skip to content
IQ - Wissenschaft und Forschung

Swifties, Fußball, Hysterie - Darum geben echte Fans alles

IQ - Wissenschaft und Forschung

0:00,0
10 min
0:00
2:00
4:00
0:00 10:00 20:00
1x

Credits

Unsere Gesprächspartner


Weitere IQ-Folgen

Und falls Ihr mal wenig Zeit habt und trotzdem neugierig seid, empfehlen wir unsere kurzen Geschichten aus der Wissenschaft, dreimal die Woche im Podcast IQ - Wissenschaft schnell erzählt

Alle Folgen von IQ gibt es auch in der ARD-Audiothek. Falls Euch der IQ-Podcast gefällt, freuen wir uns über eine gute Bewertung, einen freundlichen Kommentar und ein Abo. Und wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, empfehlt uns gerne weiter!

Letzte Folgen


Transkript-Auszug

Elvis ... Beatles ... Madonna ... Michael Jackson ... Sie alle haben Musikgeschichte geschrieben. Genauer: Ihre Fans haben sie Geschichte schreiben lassen. Denn, klar: Ohne Publikum - kein Star. Nix Blumenregen, Stoffbärchenschauer bleiben aus. Gen Bühne geworfene BHs? Zero. Das ist IQ-Wissenschaft und Forschung. Titel der Folge heute: Hysterie oder Liebe? Das steckt hinter dem Fantum. Ich bin Susi Weichselbaumer. Stars und Fans – das gehört zusammen, sagt Jan Hemming. Er ist Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Universität Kassel. Im Wort Fan ist das Fanatische schon angesprochen. Also es geht um die Verehrung eines entfernten Sachverhalts, meistens einer Person. Einer dieser entfernten, folglich nicht direkt und ständig von uns Otto-Normal-Fans erreichbaren Sachverhalte ist aktuell bestimmt sie: Ich kann es gar nicht glauben, dass ich am Sonntag da steh und dass Taylor Swift da am Sonntag steht/ Egal, was es kostet, wir nehmen Kredit auf, wenn es sein muss – wir kaufen Tickets! Eine US-amerikanische Untersuchung aus dem Jahr 2024 belegt: Taylor Swift-Anhängerinnen und Anhänger sind bereit, für ein Konzert 180 bis 750 Euro zu bezahlen. Unabhängig davon, an welchem Ort das stattfindet. Kontinent - egal. Das Hauptargument dafür laut Studie: Das, was Taylor Swift, aber genauso Robbie Williams, Lady Gaga und Co. da anbieten, ist einzigartig. Und Kategorie "überirdisch" kostet eben astronomisch. Superstar Adele ließ beispielsweise für ihre Konzertreihe 2024 auf dem Münchner Messegelände eine PopUp-Arena errichten, samt eigens designten und irgendwie anglo-alpin-bayerisch anmutendem Fandorf. Taylor Swift füllt kurz vorher nicht nur das Münchner Olympiastadion. Genauso ist der Park drumrum rappelvoll mit Swifties. Der Olympiaberg – hier versammelten sich allabendlich 20.000 Fans - heißt bloß noch "Mount Swiftie".