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WDR Zeitzeichen

1945 wird massenhaft Weltkriegsmunition in der Ostsee versenkt

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In diesem Zeitzeichen erzählen Joachim Heinz und Markus Harmann:

  • wie viele Tonnen Munition und chemischer Kampfmittel im deutschen Teil der Baltic Sea noch vermutet werden,
  • zu welcher tödlichen Explosion es im August 1946 beim Verklappen von Sprengstoffen kommt,
  • warum Munition auch außerhalb der von den Briten vorgegebenen Versenkungsgebiete entsorgt wird,
  • welche Gefahr für Mensch und Umwelt heute noch vom Weltkriegsmüll ausgeht,
  • wie der Rest der Weltkriegsmunition geortet, geborgen und entsorgt werden soll.

Mehr als zwei Millionen Tonnen Munition lagern am Ende des Zweiten Weltkriegs in deutschen Depots - von Kisten voller frisch produzierter Patronen bis zu einsatzbereiten Fliegerbomben. Sie im Meer zu versenken, erscheint damals als einfachste und beste Methode. Selbst als es zu Unterwasserexplosionen kommt.

Viele deutsche Fischer, die die Versenkungen ausführen, sind für den Verdienst dankbar, den Briten und Amerikaner ihnen bezahlen. In der Lübecker Bucht finden im Januar 1949 die letzten Verklappungen statt.

Kurz danach kommen die ersten Munitionsfischer und holen das Material wieder aus dem Wasser: Die Buntmetalle und der Stahl sollen als Rohstoffe wiederverwendet werden. Der Großteil der Munition bleibt allerdings auf dem Boden der Ostsee. Deren Bergung ist eine Generationenaufgabe.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

  • Claus Böttcher (JPI Oceans)
  • Uwe Wichert (ehem. Marinesoldat und Unterwasserwaffenexperte)
  • Karin Bühring (Vorsitzende des Vereins für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung)
  • Museum für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung: Munition im Meer - das explosive Erbe. Pönitz 2025

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Credits

Autoren: Joachim Heinz und Markus Harmann Redaktion: David Rother