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Mörder mit päpstlichem Freibrief: Goldschmied Benvenuto Cellini

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Er vergewaltigt und tötet gleich mehrfach. Benvenuto Cellini (geb. 3.11.1500) wird von den Mächtigen hofiert und posthum als Genie verehrt – auch wegen seiner Brutalität.

In diesem Zeitzeichen erzählt Anja Reinhardt:

  • von Cellinis Leben voller Gewalt, Sex und Kunst,
  • von seinen Morden und warum er immer ohne Strafe davonkommt,
  • dass Cellini nicht nur Künstler, sondern auch Geschäftsmann ist,
  • von seinem Wandel im Alter – ohne Kunst, dafür mit fünf Kindern.

Der am 3. November 1500 geborene Benvenuto Cellini ist weder bescheiden noch diplomatisch. Er ist hochmütig, jähzornig und frauenverachtend. Gleichzeitig ist er einer der berühmtesten Renaissance-Künstler, umworben von Fürsten und Päpsten. Nach seinem Tod 1571 gerät er in Vergessenheit – bis seine Autobiografie rund 150 Jahre später wiederentdeckt wird.

Es ist ein Lebensbericht, in dem er sich selbst zum Mythos stilisiert. So drastisch, so anekdotisch und auch so komisch, dass der Goldschmied und Bildhauer seitdem als Inbegriff des „genialischen, ungezähmten Künstlers" gilt. Hector Berlioz widmet ihm eine Oper, Alexandre Dumas einen Roman. Und das, obwohl Cellini in seiner Autobiografie mehrere Morde gesteht. Er prägt ein Künstlerbild, das bis heute nachwirkt – trotz oder vielleicht sogar wegen der Brutalität.


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