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WDR Zeitzeichen

Stalins James Bond: Der deutsch-sowjetische Spion Richard Sorge

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Einer der berühmtesten Spione aller Zeiten - zumindest der bekannteste, der erwischt wurde: Richard Sorge (geboren am 4.10.1895) lebte ein filmreifes und komprissloses Leben...

In diesem Zeitzeichen erzählt Joscha Seehausen:

  • warum Richard Sorge als "James Bond der Sowjetunion" gilt,
  • und doch ganz anders handelt,
  • wie sein Charisma Männer und Frauen dazu bringt, ihm bereitwillig vertrauliche Informationen anvertrauten.
  • wie er als scheinbar linientreuer Nazi-Journalist in Tokyo die deutsche Botschaft für die Sowjetunion ausspioniert,
  • und damit den Verlauf des Zweiten Wltkriegs beeinflusst.

Richard Sorge wird 1895 in Baku geboren, wächst in Berlin auf und meldet sich als junger Mann freiwillig zum Ersten Weltkrieg. Drei Verwundungen später ist sein Patriotismus verflogen. Eine Krankenschwester macht ihn mit dem Kommunismus bekannt - dem er sein Leben widmet.

Nach Jahren in Moscow schickt ihn die Rote Armee als Agent nach Japan. Dort erwirbt er das Vertrauen deutscher Diplomaten, tritt sogar in die NSDAP ein - und funkt heimlich nach Moscow. Seine entscheidende Botschaft: Japan plant keinen Angriff auf Siberia. Stalin verlegt daraufhin Truppen nach Westen und stoppt Hitlers Armeen bei Stalingrad.

1941 verhaftet, 1944 in Tokyo hingerichtet, wird Sorge später in der Sowjetunion zum Helden stilisiert – ein realer Spion, dessen Leben spannender ist als jeder Agentenfilm.

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