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WDR Zeitzeichen

Tödliches Kolonialerbe: Südmolukker überfallen Zug bei Wijster

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Warum entführen junge Molukker in den Niederlanden am 2.12.1975 einen Zug - und nehmen Tote in Kauf? Ein Drama mit Wurzeln in der Kolonialgeschichte.

In diesem Zeitzeichen erzählt Wolfgang Meyer:

  • von der Geschichte der Molukker - wer sie sind und woher sie kommen,
  • welche dramatischen Szenen sich im Zug bei Wijster abspielen,
  • warum die Zugentführung nur ein erster trauriger Höhepunkt ist und welche Aktionen der Südmolukker noch folgen,
  • von Integration als Schlüssel zum Erfolg gegen den Terror.

Am 2. Dezember 1975 schaut die ganze Welt auf die Niederlande. Denn ein Zug wird in der Nähe des Dorfes Wijster zum Schauplatz einer brutalen Geiselnahme. Sieben schwer bewaffnete Jugendliche bringen an einem automatischen Bahnübergang dutzende Reisende in ihre Gewalt.

Die Täter gehören der molukkischen Minderheit in den Niederlanden an. Sie fordern die Freilassung aller in den Niederlanden inhaftierten Molukken. Außerdem wollen sie, dass ihre 1950 gegründete Republik der Südmolukken unabhängig und anerkannt wird.

Das Drama auf dem Gleis zieht sich fast zwei Wochen lang hin, dann geben die Terroristen auf, obwohl der Staat ihre Forderungen nicht erfüllt. Für den Lokführer und zwei Fahrgäste endet die Zugentführung tödlich.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:


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