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WDR Zeitzeichen

Weimarer Flaggenstreit: Drei Farben, die die Republik entzweien

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In der Weimarer Republik steht Schwarz-rot-gold für Deutschland. Aber die Kaiserfarben Schwarz-weiß-rot bleiben populär. Über den Flaggenstreit (5.5.1926) zerbricht die Regierung.

In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Klug:

  • warum Flaggen sehr viel mehr sind als ein buntes Stück Stoff,
  • weshalb die Kaiserfarben für die Gegner der Weimarer Republik attraktiv sind,
  • wie der Kompromissvorschlag von Reichskanzler Hans Luther den politischen Streit noch verschärft,
  • welche Rolle Paul von Hindenburg beim Sturz der Regierung Luther spielt,
  • wie Luther im Nationalsozialismus trotzdem noch Karriere macht.

Schwarz‑Rot‑Gold steht in der Weimarer Verfassung als Symbol der neuen Republik. Doch die alten Eliten hängen an Schwarz‑Weiß‑Rot. Der parteilose Reichskanzler Hans Luther glaubt, die Gegensätze mit einer Flaggenordnung befrieden zu können – ein folgenreicher Irrtum. Der Kompromiss wird zum Brandbeschleuniger.

Im Reichstag wächst der Widerstand, auf der Straße mobilisieren republikfeindliche Kräfte. Der Flaggenstreit zeigt, wie Symbole politische Fronten verhärten und wie brüchig die junge Demokratie ist. Am 12. Mai 1926 wird im Reichstag ein Misstrauensantrag gegen Luther angenommen. Sein Kabinett tritt zurück. Die Flaggenordnung bleibt hingegen in Kraft.

Das ist unser wichtigster Interviewpartner:

  • Professor Eckart Conze (Historiker, Universität Marburg)

Weiterführende Links:

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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Thomas Klug Redaktion: Frank Zirpins Technik: Holger Maerten