Riesenalgen als Klimaschützer? Unterwasserwälder im Ozean
IQ - Wissenschaft und Forschung
Im Meer vor Chile, Südafrika und Norwegen wachsen gigantische Algen. Sie schützen Küsten, ernähren tausende Arten und binden große Mengen Kohlenstoff. Doch wie groß ist ihr Beitrag zum Klimaschutz wirklich? Eine Podcast-Folge von Carolin Weische.
Credits: Autorin und Sprecherin: Carolin Weische Redaktion: Iska Schreglmann
Unsere GesprächspartnerInnen: Dr. Jannes Landschoff – Meeresbiologe am Department of Botany and Zoology der Stellenbosch University, Kapstadt, und Mitbegründer der NGO SeaChangeProject, Südafrika Pål Bakken – Gründer von Seaweed Solutions und Sea Forester in Portugal und Norwegen, Präsident eines Seafood-Unternehmens in Japan und Stolt Sea Farm Asia Pacific in Singapur Dr. Angelika Graiff – Meeres- und Algenforscherin am Institut für Biowissenschaften am Institut für Angewandte Ökologie & Phykologie der Universität Rostock
Habt Ihr Feedback? Anregungen? Wir freuen uns, von Euch zu hören: WhatsApp (wa.me/491746744240) oder iq@br.de
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IQ verpasst? Hier könnt Ihr die letzten Folgen hören: 1.ard.de/IQWissenschaft
Transkript (Genauigkeit kann abweichen): einer der größten Wälder der Erde liegt unter Wasser. Statt Bäume wachsen hier meterlange Braunalgen, manche werden so hoch wie dreistöckige Häuser, sie schützen die Küsten vor Erosion, ernähren Tausende von Arten und speichern gleichzeitig auch große Mengen an Kohlenstoff. Wieviel davon als CO 2 in der Atmosphäre zurückbleibt? Beeinflusst das gesamte Klimasystem auf der Erde, wie heiß unsere Sommer werden, wie häufig Extremwetter auftreten und wie schnell sich die Meere erwärmen? Wie funktioniert dieser Klimaschutz unter Wasser und kann man einen solchen Unterwasserwald wieder aufforsten wie einen normalen Wald? Steigende Meerestemperaturen, Überfischung und Abwässer haben die wertvollen Algen nämlich in vielen Regionen der Welt bereits zerstört. Ich bin Carolin Beische und in meiner Recherche nehme ich euch mit in den Octopus Wald von Südafrika, einen der artenreichsten Unterwasserwälder der Welt. über dem Strand von Millers Point hängt Nebel. Hier, zwischen den Runden Granitfelsen. Eine Stunde entfernt von Kapstadt wollen Jannes Lanschow und ich in den Atlantik abtauchen. 12 Grad hat das Wasser heute. Sprecher*in 3 Das Minimum an Equipment, was man eigentlich braucht oder was wir benutzen, ist eine Goggeld, also eine Taucherbrille und einen Schnorchel und eine Badehose oder einen Badeanzug. Sprecher*in 1 Wir tauchen ohne Neoprenanzug, nur eine Unterwasserkamera nimmt Jannes Lanschow mit. Er ist Meeresbiologe an der Stellan Bosch Universität in Südafrika und dokumentiert, welche Arten in der False Bay vorkommen. Sprecher*in 3 Wir stehen hier am Rand vom Kalbwald, den wir auch den Great African Seaforest nennen. Den sehen wir hier, wenn wir hier nach vorne gucken, diese kleinen dunklen Pflanzen an der Oberfläche, die da schwimmen. Sprecher*in 1 Kalb, das sind verschiedene Arten von Braunalgen. Sie verankern sich an den Felsen am Meeresgrund und wachsen bis zur Wasseroberfläche. Hier in Südafrika können sie bis zu 15 Meter hoch werden. Wie ein Gürtel ziehen sich die Algenwälder am Strand entlang und bedecken so ein Viertel der Küsten weltweit. Ein riesiges Ökosystem also, ich will wissen, wie das Zusammenspiel in diesem Lebensraum funktioniert und seine Bewohner kennenlernen. Sprecher*in 3 Auf den Felsen. Dann wächst natürlich der Kalb, aber gleichzeitig hat auch ganz viele andere Organismen, die zum Beispiel in so Höhlen oder an den Felswänden wachsen. Sprecher*in 1 Und du ziehst dich dann an dem Kalb nach unten. Das heißt, wir tauchen ohne Gewichte auch. Sprecher*in 3 Ja genau, gerade wenn man kein Wet Suite trägt, kann man mit wenig gewichten auch tauchen und unser Kalb hier ist so stark, weil wir ja so viele Wellen haben, muss es sehr sehr stark sein, da kann man sich sehr sehr schön dran runterziehen, vorsichtig natürlich, man möchte es ja nicht abreißen. Sprecher*in 1 Es ist gar nicht so leicht, sich einen Weg durch die Algen zu bahnen. Wir schwimmen weiter raus und tauchen nach unten. Vor mir eröffnet sich ein Dichter Wald, Sonnenlicht fällt von oben durch das Wasser, die Algen leuchten hellgrün, jede Welle zieht die Masse immer wieder Richtung Strand, aus dem Augenwinkel huscht ein Fischwarm an mir vorbei, unter mir auf den Felsen sitzen Anemonen in rot, lila, orange und. Ich muss Luft holen. Auf einmal schlängelt sich ein Hai vor mir durch den Wald aus Riesenalgen ein Pyjamahai, erzählt mir Janis Lanschow später, er heißt so wegen seiner schwarzen Streifen, als ich mich am Kelb weiter nach unten hangele, entdecke ich etwas auf dem Meeresgrund. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Muschelhaufen, dann bewegt es sich, es ist ein Octopus, der sich getarnt hat. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Wir müssen raus. Hier gibt die Kälte den Takt vor. Sprecher*in 3 Ja, ist einer der wahrscheinlich am dichtesten besiedelten Orte mit Oktopussen. Wie fühlst du dich jetzt gerade? Sprecher*in 1 Mein Körper reagiert ziemlich stark. Ich zittere ja, aber ich fühle mich sehr, sehr lebendig. Die erstaunliche Artenvielfalt und weltweite Präsenz der Kelbwälder Nicht nur Oktopusse, auch Fische, Schnecken, Krebse oder Seeotter nutzen Kälbwälder, um Nahrung zu finden und sich in ihnen zu verstecken. Bei seinen Tauchgängen hat Meeresbiologe Jannis Lanschow immer wieder skurrile Begegnungen. Sprecher*in 3 Auf der anderen Seite, hier hinter uns ist so ein Bereich, wo wir letztens einen Octopus hatten, der ein Verhalten gezeigt hat, was man sehr sehr selten sieht. Das nennt sich Bipedal Walking, also Zweifüßiges laufen, Octopusse haben ja 8 Arme und der Octopus hat einen Mechanismus um sich fortzubewegen und auszusehen als wenn sie halt irgendwas komplett anderes sind und zum Beispiel ein Hai. Komplett zu verwirren. Sprecher*in 1 Dass es im Kelbwald nur so vor Arten wimmelt, erwähnte schon der Naturforscher Charles Darwin in seinen Aufzeichnungen, als er 1835 vor der Küste Südamerikas unterwegs war. Die Zahl der Lebewesen, deren Existenz vom Kelbwald abhängt, ist erstaunlich. Sprecher*in 2 Ich kann diese. Sprecher*in 1 Großen aquatischen Wälder nur mit den tropischen Regenwäldern. Sprecher*in 2 An Land vergleichen. Sprecher*in 1 Allein in Südafrika sind über 100 Arten im Kelbwald endemisch. Sie kommen also nur hier vor wie eine Napfschneckenart, die sich an den Bambuskelb angepasst hat, erklärt Jannis Lanschow. Sprecher*in 3 Jeder Stängel hat einen König, also eine große, die das schafft, tatsächlich auf den Stängel zu kommen. Und die Jungtiere leben alle oben auf den Blättern und warten darauf, dass irgendwann Platz wird. Die sind sehr territorial. Es gibt eine, die den Prime Spot übernimmt und. Und solange die da ist, hält die halt die anderen quasi in Schacht. Sprecher*in 1 Nicht nur im Ozean, auch an Land werden die Algen schnell besiedelt von Mikroorganismen, Insekten und Krebsen. Meeresbiologe Jannis Lanschow hebt eine der schweren Algen nach oben, die an den Strand von Millers Point gespült wurde. Sprecher*in 3 Wir bewegen hier mal so ein Stück Alge nehm das hier mal weg, dann kannst du hier schon sehen, wie viele Tausende von Sandflohkrebsen. Hier drunter sind die also die Alge am Strand zersetzen und fressen. Man sieht hier schon, wie nährstoffreich dieser Lebensraum ist und diese ganze Biodiversität, die den Lebensraum hier antreibt.
Raw Description
<p>Im Meer vor Chile, Südafrika und Norwegen wachsen gigantische Algen. Sie schützen Küsten, ernähren tausende Arten und binden große Mengen Kohlenstoff. Doch wie groß ist ihr Beitrag zum Klimaschutz wirklich? Eine Podcast-Folge von Carolin Weische.</p><p><strong>Credits:</strong><br/>Autorin und Sprecherin: Carolin Weische<br/>Redaktion: Iska Schreglmann</p> <p><strong>Unsere GesprächspartnerInnen:</strong><br/>Dr. Jannes Landschoff – Meeresbiologe am Department of Botany and Zoology der Stellenbosch University, Kapstadt, und Mitbegründer der NGO SeaChangeProject, Südafrika<br/>Pål Bakken – Gründer von Seaweed Solutions und Sea Forester in Portugal und Norwegen, Präsident eines Seafood-Unternehmens in Japan und Stolt Sea Farm Asia Pacific in Singapur<br/>Dr. Angelika Graiff – Meeres- und Algenforscherin am Institut für Biowissenschaften am Institut für Angewandte Ökologie & Phykologie der Universität Rostock</p> <p>Habt Ihr Feedback? Anregungen? Wir freuen uns, von Euch zu hören: WhatsApp (<a href="https://wa.me/491746744240">https://wa.me/491746744240</a>) oder <a href="mailto:iq@br.de">iq@br.de</a></p> <p>Falls Euch der IQ-Podcast gefällt, freuen wir uns über eine gute Bewertung, einen freundlichen Kommentar und ein Abo. Und wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, empfehlt uns gerne weiter!</p> <p>IQ verpasst? Hier könnt Ihr die letzten Folgen hören: <a href="https://1.ard.de/IQWissenschaft">https://1.ard.de/IQWissenschaft</a><br/><br/><br/>Transkript (Genauigkeit kann abweichen):<br/>einer der größten Wälder der Erde liegt unter Wasser.<br/>Statt Bäume wachsen hier meterlange Braunalgen, manche werden so hoch wie dreistöckige Häuser, sie schützen die Küsten vor Erosion, ernähren Tausende von Arten und speichern gleichzeitig auch große Mengen an Kohlenstoff.<br/>Wieviel davon als CO 2 in der Atmosphäre zurückbleibt?<br/>Beeinflusst das gesamte Klimasystem auf der Erde, wie heiß unsere Sommer werden, wie häufig Extremwetter auftreten und wie schnell sich die Meere erwärmen?<br/>Wie funktioniert dieser Klimaschutz unter Wasser und kann man einen solchen Unterwasserwald wieder aufforsten wie einen normalen Wald?<br/>Steigende Meerestemperaturen, Überfischung und Abwässer haben die wertvollen Algen nämlich in vielen Regionen der Welt bereits zerstört.<br/>Ich bin Carolin Beische und in meiner Recherche nehme ich euch mit in den Octopus Wald von Südafrika, einen der artenreichsten Unterwasserwälder der Welt.<br/>über dem Strand von Millers Point hängt Nebel.<br/>Hier, zwischen den Runden Granitfelsen.<br/>Eine Stunde entfernt von Kapstadt wollen Jannes Lanschow und ich in den Atlantik abtauchen. 12 Grad hat das Wasser heute.<br/>Sprecher*in 3<br/>Das Minimum an Equipment, was man eigentlich braucht oder was wir benutzen, ist eine Goggeld, also eine Taucherbrille und einen Schnorchel und eine Badehose oder einen Badeanzug.<br/>Sprecher*in 1<br/>Wir tauchen ohne Neoprenanzug, nur eine Unterwasserkamera nimmt Jannes Lanschow mit.<br/>Er ist Meeresbiologe an der Stellan Bosch Universität in Südafrika und dokumentiert, welche Arten in der False Bay vorkommen.<br/>Sprecher*in 3<br/>Wir stehen hier am Rand vom Kalbwald, den wir auch den Great African Seaforest nennen.<br/>Den sehen wir hier, wenn wir hier nach vorne gucken, diese kleinen dunklen Pflanzen an der Oberfläche, die da schwimmen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Kalb, das sind verschiedene Arten von Braunalgen.<br/>Sie verankern sich an den Felsen am Meeresgrund und wachsen bis zur Wasseroberfläche.<br/>Hier in Südafrika können sie bis zu 15 Meter hoch werden.<br/>Wie ein Gürtel ziehen sich die Algenwälder am Strand entlang und bedecken so ein Viertel der Küsten weltweit.<br/>Ein riesiges Ökosystem also, ich will wissen, wie das Zusammenspiel in diesem Lebensraum funktioniert und seine Bewohner kennenlernen.<br/>Sprecher*in 3<br/>Auf den Felsen.<br/>Dann wächst natürlich der Kalb, aber gleichzeitig hat auch ganz viele andere Organismen, die zum Beispiel in so Höhlen oder an den Felswänden wachsen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Und du ziehst dich dann an dem Kalb nach unten.<br/>Das heißt, wir tauchen ohne Gewichte auch.<br/>Sprecher*in 3<br/>Ja genau, gerade wenn man kein Wet Suite trägt, kann man mit wenig gewichten auch tauchen und unser Kalb hier ist so stark, weil wir ja so viele Wellen haben, muss es sehr sehr stark sein, da kann man sich sehr sehr schön dran runterziehen, vorsichtig natürlich, man möchte es ja nicht abreißen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Es ist gar nicht so leicht, sich einen Weg durch die Algen zu bahnen.<br/>Wir schwimmen weiter raus und tauchen nach unten.<br/>Vor mir eröffnet sich ein Dichter Wald, Sonnenlicht fällt von oben durch das Wasser, die Algen leuchten hellgrün, jede Welle zieht die Masse immer wieder Richtung Strand, aus dem Augenwinkel huscht ein Fischwarm an mir vorbei, unter mir auf den Felsen sitzen Anemonen in rot, lila, orange und.<br/>Ich muss Luft holen.<br/>Auf einmal schlängelt sich ein Hai vor mir durch den Wald aus Riesenalgen ein Pyjamahai, erzählt mir Janis Lanschow später, er heißt so wegen seiner schwarzen Streifen, als ich mich am Kelb weiter nach unten hangele, entdecke ich etwas auf dem Meeresgrund.<br/>Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Muschelhaufen, dann bewegt es sich, es ist ein Octopus, der sich getarnt hat.<br/>Die Zeit vergeht viel zu schnell.<br/>Wir müssen raus.<br/>Hier gibt die Kälte den Takt vor.<br/>Sprecher*in 3<br/>Ja, ist einer der wahrscheinlich am dichtesten besiedelten Orte mit Oktopussen.<br/>Wie fühlst du dich jetzt gerade?<br/>Sprecher*in 1<br/>Mein Körper reagiert ziemlich stark.<br/>Ich zittere ja, aber ich fühle mich sehr, sehr lebendig.<br/>Die erstaunliche Artenvielfalt und weltweite Präsenz der Kelbwälder<br/>Nicht nur Oktopusse, auch Fische, Schnecken, Krebse oder Seeotter nutzen Kälbwälder, um Nahrung zu finden und sich in ihnen zu verstecken.<br/>Bei seinen Tauchgängen hat Meeresbiologe Jannis Lanschow immer wieder skurrile Begegnungen.<br/>Sprecher*in 3<br/>Auf der anderen Seite, hier hinter uns ist so ein Bereich, wo wir letztens einen Octopus hatten, der ein Verhalten gezeigt hat, was man sehr sehr selten sieht.<br/>Das nennt sich Bipedal Walking, also Zweifüßiges laufen, Octopusse haben ja 8 Arme und der Octopus hat einen Mechanismus um sich fortzubewegen und auszusehen als wenn sie halt irgendwas komplett anderes sind und zum Beispiel ein Hai.<br/>Komplett zu verwirren.<br/>Sprecher*in 1<br/>Dass es im Kelbwald nur so vor Arten wimmelt, erwähnte schon der Naturforscher Charles Darwin in seinen Aufzeichnungen, als er 1835 vor der Küste Südamerikas unterwegs war.<br/>Die Zahl der Lebewesen, deren Existenz vom Kelbwald abhängt, ist erstaunlich.<br/>Sprecher*in 2<br/>Ich kann diese.<br/>Sprecher*in 1<br/>Großen aquatischen Wälder nur mit den tropischen Regenwäldern.<br/>Sprecher*in 2<br/>An Land vergleichen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Allein in Südafrika sind über 100 Arten im Kelbwald endemisch.<br/>Sie kommen also nur hier vor wie eine Napfschneckenart, die sich an den Bambuskelb angepasst hat, erklärt Jannis Lanschow.<br/>Sprecher*in 3<br/>Jeder Stängel hat einen König, also eine große, die das schafft, tatsächlich auf den Stängel zu kommen.<br/>Und die Jungtiere leben alle oben auf den Blättern und warten darauf, dass irgendwann Platz wird.<br/>Die sind sehr territorial.<br/>Es gibt eine, die den Prime Spot übernimmt und.<br/>Und solange die da ist, hält die halt die anderen quasi in Schacht.<br/>Sprecher*in 1<br/>Nicht nur im Ozean, auch an Land werden die Algen schnell besiedelt von Mikroorganismen, Insekten und Krebsen.<br/>Meeresbiologe Jannis Lanschow hebt eine der schweren Algen nach oben, die an den Strand von Millers Point gespült wurde.<br/>Sprecher*in 3<br/>Wir bewegen hier mal so ein Stück Alge nehm das hier mal weg, dann kannst du hier schon sehen, wie viele Tausende von Sandflohkrebsen.<br/>Hier drunter sind die also die Alge am Strand zersetzen und fressen.<br/>Man sieht hier schon, wie nährstoffreich dieser Lebensraum ist und diese ganze Biodiversität, die den Lebensraum hier antreibt.<br/><br/></p>
Show Notes
Im Meer vor Chile, Südafrika und Norwegen wachsen gigantische Algen. Sie schützen Küsten, ernähren tausende Arten und binden große Mengen Kohlenstoff. Doch wie groß ist ihr Beitrag zum Klimaschutz wirklich? Eine Podcast-Folge von Carolin Weische.
Credits: Autorin und Sprecherin: Carolin Weische Redaktion: Iska Schreglmann
Unsere GesprächspartnerInnen: Dr. Jannes Landschoff – Meeresbiologe am Department of Botany and Zoology der Stellenbosch University, Kapstadt, und Mitbegründer der NGO SeaChangeProject, Südafrika Pål Bakken – Gründer von Seaweed Solutions und Sea Forester in Portugal und Norwegen, Präsident eines Seafood-Unternehmens in Japan und Stolt Sea Farm Asia Pacific in Singapur Dr. Angelika Graiff – Meeres- und Algenforscherin am Institut für Biowissenschaften am Institut für Angewandte Ökologie & Phykologie der Universität Rostock
Habt Ihr Feedback? Anregungen? Wir freuen uns, von Euch zu hören: WhatsApp (wa.me/491746744240) oder iq@br.de
Falls Euch der IQ-Podcast gefällt, freuen wir uns über eine gute Bewertung, einen freundlichen Kommentar und ein Abo. Und wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, empfehlt uns gerne weiter!
IQ verpasst? Hier könnt Ihr die letzten Folgen hören: 1.ard.de/IQWissenschaft
Transkript (Genauigkeit kann abweichen): einer der größten Wälder der Erde liegt unter Wasser. Statt Bäume wachsen hier meterlange Braunalgen, manche werden so hoch wie dreistöckige Häuser, sie schützen die Küsten vor Erosion, ernähren Tausende von Arten und speichern gleichzeitig auch große Mengen an Kohlenstoff. Wieviel davon als CO 2 in der Atmosphäre zurückbleibt? Beeinflusst das gesamte Klimasystem auf der Erde, wie heiß unsere Sommer werden, wie häufig Extremwetter auftreten und wie schnell sich die Meere erwärmen? Wie funktioniert dieser Klimaschutz unter Wasser und kann man einen solchen Unterwasserwald wieder aufforsten wie einen normalen Wald? Steigende Meerestemperaturen, Überfischung und Abwässer haben die wertvollen Algen nämlich in vielen Regionen der Welt bereits zerstört. Ich bin Carolin Beische und in meiner Recherche nehme ich euch mit in den Octopus Wald von Südafrika, einen der artenreichsten Unterwasserwälder der Welt. über dem Strand von Millers Point hängt Nebel. Hier, zwischen den Runden Granitfelsen. Eine Stunde entfernt von Kapstadt wollen Jannes Lanschow und ich in den Atlantik abtauchen. 12 Grad hat das Wasser heute. Sprecher*in 3 Das Minimum an Equipment, was man eigentlich braucht oder was wir benutzen, ist eine Goggeld, also eine Taucherbrille und einen Schnorchel und eine Badehose oder einen Badeanzug. Sprecher*in 1 Wir tauchen ohne Neoprenanzug, nur eine Unterwasserkamera nimmt Jannes Lanschow mit. Er ist Meeresbiologe an der Stellan Bosch Universität in Südafrika und dokumentiert, welche Arten in der False Bay vorkommen. Sprecher*in 3 Wir stehen hier am Rand vom Kalbwald, den wir auch den Great African Seaforest nennen. Den sehen wir hier, wenn wir hier nach vorne gucken, diese kleinen dunklen Pflanzen an der Oberfläche, die da schwimmen. Sprecher*in 1 Kalb, das sind verschiedene Arten von Braunalgen. Sie verankern sich an den Felsen am Meeresgrund und wachsen bis zur Wasseroberfläche. Hier in Südafrika können sie bis zu 15 Meter hoch werden. Wie ein Gürtel ziehen sich die Algenwälder am Strand entlang und bedecken so ein Viertel der Küsten weltweit. Ein riesiges Ökosystem also, ich will wissen, wie das Zusammenspiel in diesem Lebensraum funktioniert und seine Bewohner kennenlernen. Sprecher*in 3 Auf den Felsen. Dann wächst natürlich der Kalb, aber gleichzeitig hat auch ganz viele andere Organismen, die zum Beispiel in so Höhlen oder an den Felswänden wachsen. Sprecher*in 1 Und du ziehst dich dann an dem Kalb nach unten. Das heißt, wir tauchen ohne Gewichte auch. Sprecher*in 3 Ja genau, gerade wenn man kein Wet Suite trägt, kann man mit wenig gewichten auch tauchen und unser Kalb hier ist so stark, weil wir ja so viele Wellen haben, muss es sehr sehr stark sein, da kann man sich sehr sehr schön dran runterziehen, vorsichtig natürlich, man möchte es ja nicht abreißen. Sprecher*in 1 Es ist gar nicht so leicht, sich einen Weg durch die Algen zu bahnen. Wir schwimmen weiter raus und tauchen nach unten. Vor mir eröffnet sich ein Dichter Wald, Sonnenlicht fällt von oben durch das Wasser, die Algen leuchten hellgrün, jede Welle zieht die Masse immer wieder Richtung Strand, aus dem Augenwinkel huscht ein Fischwarm an mir vorbei, unter mir auf den Felsen sitzen Anemonen in rot, lila, orange und. Ich muss Luft holen. Auf einmal schlängelt sich ein Hai vor mir durch den Wald aus Riesenalgen ein Pyjamahai, erzählt mir Janis Lanschow später, er heißt so wegen seiner schwarzen Streifen, als ich mich am Kelb weiter nach unten hangele, entdecke ich etwas auf dem Meeresgrund. Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Muschelhaufen, dann bewegt es sich, es ist ein Octopus, der sich getarnt hat. Die Zeit vergeht viel zu schnell. Wir müssen raus. Hier gibt die Kälte den Takt vor. Sprecher*in 3 Ja, ist einer der wahrscheinlich am dichtesten besiedelten Orte mit Oktopussen. Wie fühlst du dich jetzt gerade? Sprecher*in 1 Mein Körper reagiert ziemlich stark. Ich zittere ja, aber ich fühle mich sehr, sehr lebendig. Die erstaunliche Artenvielfalt und weltweite Präsenz der Kelbwälder Nicht nur Oktopusse, auch Fische, Schnecken, Krebse oder Seeotter nutzen Kälbwälder, um Nahrung zu finden und sich in ihnen zu verstecken. Bei seinen Tauchgängen hat Meeresbiologe Jannis Lanschow immer wieder skurrile Begegnungen. Sprecher*in 3 Auf der anderen Seite, hier hinter uns ist so ein Bereich, wo wir letztens einen Octopus hatten, der ein Verhalten gezeigt hat, was man sehr sehr selten sieht. Das nennt sich Bipedal Walking, also Zweifüßiges laufen, Octopusse haben ja 8 Arme und der Octopus hat einen Mechanismus um sich fortzubewegen und auszusehen als wenn sie halt irgendwas komplett anderes sind und zum Beispiel ein Hai. Komplett zu verwirren. Sprecher*in 1 Dass es im Kelbwald nur so vor Arten wimmelt, erwähnte schon der Naturforscher Charles Darwin in seinen Aufzeichnungen, als er 1835 vor der Küste Südamerikas unterwegs war. Die Zahl der Lebewesen, deren Existenz vom Kelbwald abhängt, ist erstaunlich. Sprecher*in 2 Ich kann diese. Sprecher*in 1 Großen aquatischen Wälder nur mit den tropischen Regenwäldern. Sprecher*in 2 An Land vergleichen. Sprecher*in 1 Allein in Südafrika sind über 100 Arten im Kelbwald endemisch. Sie kommen also nur hier vor wie eine Napfschneckenart, die sich an den Bambuskelb angepasst hat, erklärt Jannis Lanschow. Sprecher*in 3 Jeder Stängel hat einen König, also eine große, die das schafft, tatsächlich auf den Stängel zu kommen. Und die Jungtiere leben alle oben auf den Blättern und warten darauf, dass irgendwann Platz wird. Die sind sehr territorial. Es gibt eine, die den Prime Spot übernimmt und. Und solange die da ist, hält die halt die anderen quasi in Schacht. Sprecher*in 1 Nicht nur im Ozean, auch an Land werden die Algen schnell besiedelt von Mikroorganismen, Insekten und Krebsen. Meeresbiologe Jannis Lanschow hebt eine der schweren Algen nach oben, die an den Strand von Millers Point gespült wurde. Sprecher*in 3 Wir bewegen hier mal so ein Stück Alge nehm das hier mal weg, dann kannst du hier schon sehen, wie viele Tausende von Sandflohkrebsen. Hier drunter sind die also die Alge am Strand zersetzen und fressen. Man sieht hier schon, wie nährstoffreich dieser Lebensraum ist und diese ganze Biodiversität, die den Lebensraum hier antreibt.
Raw Description
<p>Im Meer vor Chile, Südafrika und Norwegen wachsen gigantische Algen. Sie schützen Küsten, ernähren tausende Arten und binden große Mengen Kohlenstoff. Doch wie groß ist ihr Beitrag zum Klimaschutz wirklich? Eine Podcast-Folge von Carolin Weische.</p><p><strong>Credits:</strong><br/>Autorin und Sprecherin: Carolin Weische<br/>Redaktion: Iska Schreglmann</p> <p><strong>Unsere GesprächspartnerInnen:</strong><br/>Dr. Jannes Landschoff – Meeresbiologe am Department of Botany and Zoology der Stellenbosch University, Kapstadt, und Mitbegründer der NGO SeaChangeProject, Südafrika<br/>Pål Bakken – Gründer von Seaweed Solutions und Sea Forester in Portugal und Norwegen, Präsident eines Seafood-Unternehmens in Japan und Stolt Sea Farm Asia Pacific in Singapur<br/>Dr. Angelika Graiff – Meeres- und Algenforscherin am Institut für Biowissenschaften am Institut für Angewandte Ökologie & Phykologie der Universität Rostock</p> <p>Habt Ihr Feedback? Anregungen? Wir freuen uns, von Euch zu hören: WhatsApp (<a href="https://wa.me/491746744240">https://wa.me/491746744240</a>) oder <a href="mailto:iq@br.de">iq@br.de</a></p> <p>Falls Euch der IQ-Podcast gefällt, freuen wir uns über eine gute Bewertung, einen freundlichen Kommentar und ein Abo. Und wenn Ihr unseren Podcast unterstützen wollt, empfehlt uns gerne weiter!</p> <p>IQ verpasst? Hier könnt Ihr die letzten Folgen hören: <a href="https://1.ard.de/IQWissenschaft">https://1.ard.de/IQWissenschaft</a><br/><br/><br/>Transkript (Genauigkeit kann abweichen):<br/>einer der größten Wälder der Erde liegt unter Wasser.<br/>Statt Bäume wachsen hier meterlange Braunalgen, manche werden so hoch wie dreistöckige Häuser, sie schützen die Küsten vor Erosion, ernähren Tausende von Arten und speichern gleichzeitig auch große Mengen an Kohlenstoff.<br/>Wieviel davon als CO 2 in der Atmosphäre zurückbleibt?<br/>Beeinflusst das gesamte Klimasystem auf der Erde, wie heiß unsere Sommer werden, wie häufig Extremwetter auftreten und wie schnell sich die Meere erwärmen?<br/>Wie funktioniert dieser Klimaschutz unter Wasser und kann man einen solchen Unterwasserwald wieder aufforsten wie einen normalen Wald?<br/>Steigende Meerestemperaturen, Überfischung und Abwässer haben die wertvollen Algen nämlich in vielen Regionen der Welt bereits zerstört.<br/>Ich bin Carolin Beische und in meiner Recherche nehme ich euch mit in den Octopus Wald von Südafrika, einen der artenreichsten Unterwasserwälder der Welt.<br/>über dem Strand von Millers Point hängt Nebel.<br/>Hier, zwischen den Runden Granitfelsen.<br/>Eine Stunde entfernt von Kapstadt wollen Jannes Lanschow und ich in den Atlantik abtauchen. 12 Grad hat das Wasser heute.<br/>Sprecher*in 3<br/>Das Minimum an Equipment, was man eigentlich braucht oder was wir benutzen, ist eine Goggeld, also eine Taucherbrille und einen Schnorchel und eine Badehose oder einen Badeanzug.<br/>Sprecher*in 1<br/>Wir tauchen ohne Neoprenanzug, nur eine Unterwasserkamera nimmt Jannes Lanschow mit.<br/>Er ist Meeresbiologe an der Stellan Bosch Universität in Südafrika und dokumentiert, welche Arten in der False Bay vorkommen.<br/>Sprecher*in 3<br/>Wir stehen hier am Rand vom Kalbwald, den wir auch den Great African Seaforest nennen.<br/>Den sehen wir hier, wenn wir hier nach vorne gucken, diese kleinen dunklen Pflanzen an der Oberfläche, die da schwimmen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Kalb, das sind verschiedene Arten von Braunalgen.<br/>Sie verankern sich an den Felsen am Meeresgrund und wachsen bis zur Wasseroberfläche.<br/>Hier in Südafrika können sie bis zu 15 Meter hoch werden.<br/>Wie ein Gürtel ziehen sich die Algenwälder am Strand entlang und bedecken so ein Viertel der Küsten weltweit.<br/>Ein riesiges Ökosystem also, ich will wissen, wie das Zusammenspiel in diesem Lebensraum funktioniert und seine Bewohner kennenlernen.<br/>Sprecher*in 3<br/>Auf den Felsen.<br/>Dann wächst natürlich der Kalb, aber gleichzeitig hat auch ganz viele andere Organismen, die zum Beispiel in so Höhlen oder an den Felswänden wachsen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Und du ziehst dich dann an dem Kalb nach unten.<br/>Das heißt, wir tauchen ohne Gewichte auch.<br/>Sprecher*in 3<br/>Ja genau, gerade wenn man kein Wet Suite trägt, kann man mit wenig gewichten auch tauchen und unser Kalb hier ist so stark, weil wir ja so viele Wellen haben, muss es sehr sehr stark sein, da kann man sich sehr sehr schön dran runterziehen, vorsichtig natürlich, man möchte es ja nicht abreißen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Es ist gar nicht so leicht, sich einen Weg durch die Algen zu bahnen.<br/>Wir schwimmen weiter raus und tauchen nach unten.<br/>Vor mir eröffnet sich ein Dichter Wald, Sonnenlicht fällt von oben durch das Wasser, die Algen leuchten hellgrün, jede Welle zieht die Masse immer wieder Richtung Strand, aus dem Augenwinkel huscht ein Fischwarm an mir vorbei, unter mir auf den Felsen sitzen Anemonen in rot, lila, orange und.<br/>Ich muss Luft holen.<br/>Auf einmal schlängelt sich ein Hai vor mir durch den Wald aus Riesenalgen ein Pyjamahai, erzählt mir Janis Lanschow später, er heißt so wegen seiner schwarzen Streifen, als ich mich am Kelb weiter nach unten hangele, entdecke ich etwas auf dem Meeresgrund.<br/>Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Muschelhaufen, dann bewegt es sich, es ist ein Octopus, der sich getarnt hat.<br/>Die Zeit vergeht viel zu schnell.<br/>Wir müssen raus.<br/>Hier gibt die Kälte den Takt vor.<br/>Sprecher*in 3<br/>Ja, ist einer der wahrscheinlich am dichtesten besiedelten Orte mit Oktopussen.<br/>Wie fühlst du dich jetzt gerade?<br/>Sprecher*in 1<br/>Mein Körper reagiert ziemlich stark.<br/>Ich zittere ja, aber ich fühle mich sehr, sehr lebendig.<br/>Die erstaunliche Artenvielfalt und weltweite Präsenz der Kelbwälder<br/>Nicht nur Oktopusse, auch Fische, Schnecken, Krebse oder Seeotter nutzen Kälbwälder, um Nahrung zu finden und sich in ihnen zu verstecken.<br/>Bei seinen Tauchgängen hat Meeresbiologe Jannis Lanschow immer wieder skurrile Begegnungen.<br/>Sprecher*in 3<br/>Auf der anderen Seite, hier hinter uns ist so ein Bereich, wo wir letztens einen Octopus hatten, der ein Verhalten gezeigt hat, was man sehr sehr selten sieht.<br/>Das nennt sich Bipedal Walking, also Zweifüßiges laufen, Octopusse haben ja 8 Arme und der Octopus hat einen Mechanismus um sich fortzubewegen und auszusehen als wenn sie halt irgendwas komplett anderes sind und zum Beispiel ein Hai.<br/>Komplett zu verwirren.<br/>Sprecher*in 1<br/>Dass es im Kelbwald nur so vor Arten wimmelt, erwähnte schon der Naturforscher Charles Darwin in seinen Aufzeichnungen, als er 1835 vor der Küste Südamerikas unterwegs war.<br/>Die Zahl der Lebewesen, deren Existenz vom Kelbwald abhängt, ist erstaunlich.<br/>Sprecher*in 2<br/>Ich kann diese.<br/>Sprecher*in 1<br/>Großen aquatischen Wälder nur mit den tropischen Regenwäldern.<br/>Sprecher*in 2<br/>An Land vergleichen.<br/>Sprecher*in 1<br/>Allein in Südafrika sind über 100 Arten im Kelbwald endemisch.<br/>Sie kommen also nur hier vor wie eine Napfschneckenart, die sich an den Bambuskelb angepasst hat, erklärt Jannis Lanschow.<br/>Sprecher*in 3<br/>Jeder Stängel hat einen König, also eine große, die das schafft, tatsächlich auf den Stängel zu kommen.<br/>Und die Jungtiere leben alle oben auf den Blättern und warten darauf, dass irgendwann Platz wird.<br/>Die sind sehr territorial.<br/>Es gibt eine, die den Prime Spot übernimmt und.<br/>Und solange die da ist, hält die halt die anderen quasi in Schacht.<br/>Sprecher*in 1<br/>Nicht nur im Ozean, auch an Land werden die Algen schnell besiedelt von Mikroorganismen, Insekten und Krebsen.<br/>Meeresbiologe Jannis Lanschow hebt eine der schweren Algen nach oben, die an den Strand von Millers Point gespült wurde.<br/>Sprecher*in 3<br/>Wir bewegen hier mal so ein Stück Alge nehm das hier mal weg, dann kannst du hier schon sehen, wie viele Tausende von Sandflohkrebsen.<br/>Hier drunter sind die also die Alge am Strand zersetzen und fressen.<br/>Man sieht hier schon, wie nährstoffreich dieser Lebensraum ist und diese ganze Biodiversität, die den Lebensraum hier antreibt.<br/><br/></p>