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Von Flaschenkindern und Stillpropaganda - Wie Babynahrung zum Politikum wurde

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Stillen oder Flasche? Die Ernährung eines Säuglings wirkt auf den ersten Blick wie eine private Entscheidung. Doch zwischen Mutteridealen, medizinischen Empfehlungen und Marktinteressen wird Babynahrung seit Jahrhunderten zum Politikum. Von Nora Noll

Credits: Autorin: Nora Noll Redaktion: Bernhard Kastner Regie: Frank Halbach Technik: Andreas Caramelle     Sprecherin: Katja Amberger

Im Interview: - Andrea Schlune, Kinderärztin im Bereich der Ernährungswissenschaften beim Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel - Jörg Vögele, Professor für neuere und neuste Geschichte an der Heinrich Heine Universität Düsseldorf - Verena Limper, Historikerin - Sabine Seichter, Erziehungswissenschaftlerin, Professorin der Allgemeinen  - Erziehungswissenschaft an der Paris-Lodron-Universität Salzburg

Podcast-Tipp: BR24 Thema des Tages Ein Thema, das gerade die Nachrichten beherrscht. Im Thema des Tages von BR24 erfahrt Ihr täglich, was dahintersteckt. Von Politik über Wirtschaft bis hin zu Kultur sprechen wir in jeder Folge mit unseren Korrespondentinnen und Korrespondenten im In- und Ausland oder Expertinnen und Experten. ZUM PODCAST

Literatur-Tipps:  - Verena Limper: „Flaschenkinder: Säuglingsernährung und Familienbeziehungen in Deutschland und Schweden im 20. Jahrhundert“ – eine umfangreiche Abhandlung über die gesellschaftlichen Verwicklungen von Babynahrung - Sabine Seichter: „Erziehung an der Mutterbrust. Eine kritische Kulturgeschichte des Stillens.“ – eine pointierte Zusammenfassung, wie Gesellschaften das Bruststillen moralisch aufwerten

Weiterführende Links: Misogynie – Die Abwertung des Weiblichen Misogynie hat viele Gesichter - und eine lange Geschichte. Seit der Antike wurde die Frau als unvollkommenes, defizitäres Wesen betrachtet, heute nimmt der Frauenhass gerade starke Frauen ins Visier. Von Beate Meierfrankenfeld (BR 2020)

Das Frauenstimmrecht - Der erste Schritt zur Gleichberechtigung Heute haben Frauen - zumindest theoretisch - dieselben Rechte wie Männer. Anders als zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Damals durften Frauen zwar eine politische Meinung haben, aber nicht Politik gestalten. (BR 2009)

Die Geschichte der guten Mutter - War das schon immer so? (1/3) Eine "gute Mutter" zu sein, das bedeutete in der Geschichte oft alles andere,  als überbordende Liebe, Zurückstellen der Arbeit und komplette Konzentration auf das Kind. Der Blick zurück zeigt: Unser heutiges Idealbild der sich aufopfernden Mutter ist jung. Und der Satz "Das war schon immer so" falsch. Teil 1 unserer Reise durch die "Geschichte der guten Mutter". Von Karin Becker

Die Geschichte der guten Mutter - Die Erfindung der Mütterlichkeit (2/3) Dass Frauen Mütter werden können, daraus wurden lange Zeit ganz andere und meist weniger umfassende Ansprüche an die Frauen abgeleitet als heute. Unser Idealbild der sich für ihre Kinder aufopfernden, liebenden Mutter entstand erst Ende des 18. Jahrhunderts. Wie kam es dazu? Teil 2 unserer Reise durch die "Geschichte der guten Mutter". Von Karin Becker

Die Geschichte der guten Mutter - Ein mächtiger Mythos (3/3) Unser heutiges Ideal der sich naturgemäß aufopfernden "guten Mutter" ist historisch gewachsen: es geht auf das Ende des 18. Jahrhunderts zurück. Wie hat es sich seitdem halten können? Und was sagt die Naturwissenschaft zur Annahme, die Mütterlichkeit entspränge der Natur der Frau? Teil 3 unserer Reise durch die "Geschichte der guten Mutter".

Wir freuen uns über Feedback und Anregungen zur Sendung per Mail an  radiowissen@br.de

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Das Manuskript zur Folge gibt es hier

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