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Der Jesuit, der Japan beschrieb: Luis Froís

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Zeitzeichen

Am 14.6.1585 beginnt der Missionar Luis Froís mit Berichten über das ferne Japan. 440 Jahre später taucht der Portugiese wieder auf: im Videospiel Assassin's Creed.

In diesem Zeitzeichen erzählen Ulrich Biermann und Veronika Bock:

  • welche Eindrücke die ersten Europäer in Japan sammeln,
  • wie die Jesuiten vom indischen Goa aus ihre Missionsarbeit auf Japan und China ausweiten,
  • wie detailliert der Jesuit Luis Froís über die Menschen und das Land Japan berichtet,
  • warum ihn noch immer Millionen Menschen kennen.

Europe im 16. Jahrhundert. Die seefahrenden Nationen erkunden die Weltmeere. Aber über Japan wissen sie kaum etwas. Erst 1543 kommt es zu einem ersten Kontakt, als portugiesische Händler mit einem chinesischen Schiff auf Tanegashima landen, einer Insel im Süden Japans. Der erste Missionar lässt nicht lange auf sich warten.

Francisco Xavier ist bekannt als heiliger Franz Xaver. Er gehört zu den Mitbegründern des Jesuitenordens. Sein Auftrag: Die Lehre Christi in Asia zu verbreiten. Auch der Portugiese Luis Froís ist ein Bruder dieser Gesellschaft Jesu. Wie Xaver ist er zunächst in Goa stationiert, der portugiesischen Enklave in India. Erste Meriten verdient er sich als Chronist und Verfasser von Jahresberichten. In Goa begegnet er auch Franz Xaver, der begeistert von Japan berichtet. Dorthin will auch Froís. 1563 erfüllt sich dieser Traum.

Froís verfasst ein Traktat ohne Titel. Darin schreibt er über Männer, Frauen, Kinder. Künste, Theater, Tänze und Instrumente. Über Essen und Trinken, Medizin und Krankheiten, Religion und Kriegsführung. Er vergleicht und beschreibt die Gärten, die Architektur und die Seefahrt. Froís stellt heute die wichtigste Einzelquelle zur Jesuitenmission dar.

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