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Paul Löbe: Ein Leben für Demokratie — und gegen die Extreme

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Was Sie in dieser Folge erfahren

  • welchen Beruf Paul Löbe ursprünglich lernt
  • wie sein Motto lautet
  • welche Höhen und Tiefen des deutschen Parlamentarismus Löbe in vier politischen Systemen erlebt
  • wie das Paul-Löbe-Haus in Berlin zu seinem Namen kommt
  • wie der Politiker nach 1945 zum viel interviewten "Elder Statesman" wird

Inhalt

Eigentlich will Paul Löbe nicht in die Politik. Seine Parteifreunde von der SPD sind da anderer Meinung: Sie wollen ihn in den Reichstag schicken, als es nach der deutschen Revolution von 1918 um eine verfassungsgebende Versammlung geht. Löbe wird einstimmig als Kandidat nominiert und gibt schließlich nach.

Nachdem die SPD 1920 bei der ersten Reichstagswahl die stärkste Fraktion geworden ist, macht Löbe Karriere als Parlamentspräsident der Weimarer Republik - von 1920 bis 1932, unterbrochen nur durch wenige Monate. Dann wird die NSDAP stärkste Fraktion und Hermann Göring sein Nachfolger.

Auch im letzten Akt seines langen politischen Werdegangs bekleidet Paul Löbe noch einmal ein Amt, das er sich nicht selbst ausgesucht hat: Er wird der Alterspräsident des ersten deutschen Bundestages.


Quellen und Interviewpartner

  • Victoria Krummel (Löbe-Biografin und Redenschreiberin mehrerer Bundestagspräsidenten)
  • Victoria Krummel: Paul Löbe - Ein Leben für die Demokratie. Hamburg 2025
  • Thomas Mergel: Parlamentarische Kultur in der Weimarer Republik - Politische Kommunikation, symbolische Politik und Öffentlichkeit im Reichstag. Düsseldorf 2002
  • Philipp Austermann: Der Weimarer Reichstag: Die schleichende Ausschaltung, Entmachtung und Zerstörung eines Parlaments. Wien/Köln/Weimar 2020
  • Paul Löbe: Der Weg war lang - Lebenserinnerungen von Paul Löbe. Berlin 1954

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Produktion

Autor: Rüdiger Weidenfeld-Kramer
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Nico Söllner