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WDR Zeitzeichen

Siegeszug des Saxophons: Aus der Militärkapelle in den Jazzclub

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Am 21.3.1846 reicht Adolphe Sax das Patent für das Saxophon ein. Seine Erfindung floppt: Er wird dafür bekämpft, verklagt, stirbt arm. Dann wird sein Instrument doch zum Erfolg.

In diesem Zeitzeichen erzählt Christian Kosfeld:

  • warum es ein Wunder ist, dass Adolphe Sax seine Kindheit überlebt,
  • dass er ein ausgezeichneter Musiker ist,
  • welche Rolle das Militär bei der Erfindung des Saxophons spielt,
  • über den Siegeszug des Saxophons im 20. Jahrhundert.

Es sind ungewöhnliche Töne, die aus der Werkstatt im 9. Pariser Arrondissement dringen. Dort tüftelt Adolphe Sax aus dem belgischen Dinant an einem neuen Blasinstrument. Ihm schwebt ein robuster Alleskönner vor, der in Militärkapellen laut und in Sinfonieorchester zart gespielt werden kann. Zudem sollte das Instrument für die militärischen Paraden wetterfest sein.

Herausgekommen ist das Saxophon, gefertigt aus Messingblech mit einem Holzblasinstrumenten-Mundstück. Am 21. März 1846 lässt Adolphe Sax es patentieren. Schon damals ist das Saxophon so genial konstruiert, dass es bis heute kaum verändert wurde. Während Komponisten das neue Instrument feiern, führt die Konkurrenz einen erbitterten Kampf gegen Sax. Er stirbt verarmt 1894 in Paris. Nur wenige Jahrzehnte später erobert sein Saxophon die Welt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Christian Kosfeld Redaktion: Carolin Rückl, David Rother